In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift MERZ (Medien und Erziehung) [1. merz – Ausgabe 03/2013 – S.60ff] bin ich über ein tolles Projekt der außerschulischen Jugendbildung gestolpert. Es nennt sich Medienwelten in der Familie, kurz MEiFA. Folgend möchte ich das Projekt kurz vorstellen.

Verlinkung MEiFA

MEiFA versteht sich als ein medienpädagogisches Projekt, dass die Medienkompetenz von ganzen Familien in den Blick nimmt. Das Projekt ist in der Landesfilmanstalt Thüringen angesiedelt und wird von der Stiftung FamilienSinn, dem thür. Sozialministerium sowie der thür. Staatskanzlei gefördert. Damit richtet sich das Projekt MEiFA vorrangig an thüringische Einrichtungen, bietet Multiplikatorenschulungen, Familien- und (Groß-)Elternworkshops, Informationsveranstaltungen, und Fachtagungen.

MEiFA richtet dabei nicht nur den Fokus auf das Medienhandeln von Kindern und Jugendlichen, sondern bezieht ihr familiäres Umfeld mit ein  und sensibilisiert auch das immanent wichtige Umfeld, dass für Heranwachsende eine wichtige Sozialisationsinstanz ist. Dabei bietet MEiFA ein vielfältiges Themenspektrum, dass sie auf ihrer Homepage wie folgt umreißen [2. siehe dazu folgenden Weblink – abgerufen am 17.06.2013] :

  • Internet – Möglichkeiten und Gefahren
  • Computerspiele, Lernsoftware
  • Altersgerechte Medienangebote
  • Gewalt in den Medien
  • Exzessiver Gebrauch von Medien
  • Chat und Instant Messaging
  • Fernsehen
  • Jugendmedienschutz
  • Soziale Online-Netzwerke
  • Urheberrecht
  • Film und vieles mehr.

Hervorhebenswert finde ich vor allem den Einbezug von (Gr0ß-)Eltern, um diese für die Themen und Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen zu sensibilisieren. Für mich ist das ein immanent wichtiger Schritt, dass Familien bezüglich der Mediennutzung in einen Dialog treten können, anstatt sich an zwei gegenüberstehenden, verhärteten Fronten bewegen. Das gemeinsame Ausprobieren bringt den älteren Generationen die Faszination und die Möglichkeiten spielerisch näher und stärkt dadurch nachhaltig den Zusammenhalt einer Familie. Darüberhinaus beschäftigt sich das Projekt in schulischen wie außerschulischen Kontexten mit der ganzen Bandbreite moderner Medien, ohne sich dabei auf eine konkrete Sparte zu fixieren.

Entsprechend des Beitrages in der Zeitschrift MERZ steht das Projekt auf Grund auslaufender Förderungen Ende des Jahres vor großen Problemen. Man kann nur inständig hoffen, dass dieses Projekt weiter fortgeführt werden kann und auch viele Nachahmer in der Bundesrepublik findet.

Weitere Informationen gibt es auf der Homepage von MEiFA, in der Praxis erstellte Filme gibt es auf ihrem Youtube-Kanal.

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